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auszüge aus texten

 

biographische angaben

 

interviewpartner

 

regisseur über choephel

   
   
 

Als wir gemeinsam durch Indien reisten, wusste ich anfangs nicht, dass er ein reinkarnierter Lama war. Er war intelligent – sehr sogar – aber er rauchte auch, soff und schlief mit Frauen. Ich wusste wirklich nicht, dass er ein so grosser Gelehrter war.

Golok Jigme, 85, Reisegefährte: stammt aus derselben Gegend wie Gendun Choephel. In den frühen 1940er-Jahren reiste er mit ihm als Pilger durch Indien. Kurze Zeit nach dem Interview verstarb er in Kathmandu.

 
Damals wollten die Tibeter nur das Alte. Zum Beispiel verboten sie das Fussballspielen. Sie behaupteten die Fussballer würden den Kopf des heiligen Buddhas treten. Tat jemand etwas Neues, wurde es verboten. Aber eine Gesellschaft muss doch Fortschritte machen, sie kann nicht einfach stehen bleiben.

Thubten Wangpo, 75, Lehrer: mit 17 Jahren traf er Gendun Choephel ein einziges Mal. Diese Begegnung beeinflusste sein ganzes Leben. Er lebt als pensionierter Lehrer in Lhasa.

 
           
     
         
   
Golok Jigme   Thupten Wangpo   Tsering Shakya
 
           
       

Gendun Choephel war ein einfacher Mönch, der nach Indien kam und sah, wie sich die Welt ausserhalb veränderte. Er dachte über Tibets Stillstand nach. Das kann man gut in seinen Schriften und Gedichten sehen. Er reflektiert darin die Notwendigkeit des Wandels für Tibet.

Tsering Shakya, 46, Historiker: unterrichtet an der School of Oriental and African Studies (SOAS) moderne tibetische Geschichte. Er lebt in London mit seiner Familie.

 
Vor Gendun Choephel hatte noch kein Tibeter eine politische Geschichte Tibets geschrieben. In seinem Buch beschreibt er, dass Tibet und China zwei eigenständige Einheiten sind. Anders als frühere Historiker fand er seine Beweise in uralten Dokumenten.

Tashi Tsering, 45, Forscher: führt in Indien das Amnye Machen Institut (AMI), das sich der Erforschung der tibetischen Laiengeschichte widmet. Er pendelt zwischen Indien und Neuseeland.

 
           
     
       
   
Tashi Tsering   Alak Yongtsin  
 
           
 
ANGRY MONK
Reflections on Tibet
von Luc Schaedler
Schweiz 2005
1:1,85 • 35mm • Farbe
97 Minuten • Ov/d
   

Erst recht berühmt im Kloster wurde er, als er aus mechanischen Teilchen von kaputten Uhren kleine Boote bastelte und diese über einen Teich fahren liess. Mir sagte er einmal, dass es möglich sein müsste eine Mühle zu konstruieren, die ohne den Antrieb durch Wasser auskommt.

Alak Yongtsin, 98, Schulfreund: verbrachte sein ganzes Leben in Osttibet, einige Jahre davon im chinesischen Gulag. Er lebt heute in einem abgelegenen Kloster in Osttibet.